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Breaking Bad – Season 3
Erfahrungsgemäß, besonders Staffel zwei hat dies provoziert, führt das nun auch das groß angelegte Drama Kapitel für Kapitel weiter fort, also Scherbenhaufen um Scherbenhaufen. »The cook can’t stop«, resümiert der von Bryan Cranston so erschütternd auf den Punkt gebrachte Protagonist zum Finale dieser Staffel. Wir Zuschauer hängen an seinen Lippen, knapp unterhalb seines prominenten Schnauzbarts und wiederum unterhalb seines kahlgeschorenen Kopfes. Die Umstände haben sich weiter verschärft, die Geschichte dynamisiert sich weiterhin mit großen Gesten und Spannungsbögen. Walter steigt doch wieder ins kriminelle Geschäft ein, kurz nachdem er seinem Auftraggeber erklärt, kein Krimineller zu sein. Seine guten Absichten, seine notgedrungenen Moralisierungen und seine überraschenden Entscheidungen kollidieren mit der Familie. Sein Eheleben löst sich langsam auf. Sein Verhältnis zum gefallenen Jesse wird einerseits konfliktreicher und andererseits familiärer. Das Geld bleibt nur vordergründig Impulsgeber, nicht umsonst scheitert Walter in der ersten Folge daran, einen guten Teil davon in seinem Gartengrill anzuzünden. Er steckt sich versehentlich selbst in Brand, stürzt sich und die gebundenen Scheine in den Pool. Bryan Cranston hat hier die Regie übernommen und leistet auch hinter den Kameras eindrucksvolle Arbeit. Der Humor ist bitterböse, die Szenerie geht in surrealen Details auf. Allein die Totenköpfe an den Spitzen der Cowboystiefel jener zwei Killer, die in dieser Staffel Walter anvisieren, helfen über die fatalistischen Kettenreaktionen hinweg. Im Juli folgt Staffel vier. Den Drogen sei dank, wird es noch viel schlimmer werden in Albuquerque. (8/10)
Regie: Bryan Cranston
Label: Sony Pictures Home Entertainment (DVD)