TV On The Radio haben die Gelassenheit für sich entdeckt. Was nicht bedeutet, dass ihr viertes Studioalbum (das selbst veröffentlichte »OK Calculator« mal außer Acht gelassen) fad klingen würde.
Kaum eine andere Band hat es in den letzten Jahren so überzeugend verstanden, treibende Elektronik, glitzernden Glam-Rock und psychedelischen Pop miteinander zu verbinden.
Hell schafft es immer wieder, zu überraschen – egal, ob während eines DJ-Sets mit Tracks, die man nicht erwartet hätte, oder etwa mit Aussagen in diversen Interviews.
Klar, dass niemand aus dem Schnitzelland diesen Vergleich wagen würde, also tun es halt die, deren kollektives Gedächtnis nicht – bedingt durch die tragische Nichtexistenz des internationalen Erfolgs – an der einzigen Zäsur...
Nach The Naked And Famous (die Band mit der Viva-Hymne »Young Blood«) und Kids Of 88 versucht nun der nächste Act aus Neuseeland in Europa Fuß zu fassen.
Na bitte, keine zehn Jahre musste die Welt auf den Nachfolger von Rivals Schools’ »United By Fate« warten. Das kann jeder bei seiner Großmutter erfragen:
»Too much is never enough«, singen The View in »Underneath The Lights«, und gemeint ist wohl die Ambivalenz des Star-Daseins, der darin beinhaltete Größenwahn und Groupie-Abwicklungen.
Zu famos, um es einfach das sein zu lassen, was es ist: Pantha du Prince’s Album »Black Noise« kann verdienterweise zu einem der besten des vergangenen Jahres gezählt werden.
Mit Quetschn, Schlagzeug, Wortwitz und ein bisserl weniger Elektronik als bei den letzten paar Veröffentlichungen kehrt das Linzer Duo auf Album Nummer acht wieder verstärkt zu seinen Basics zurück.